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„Wetterfühligkeit“  und  „Mobilfunkfühligkeit“

 

Inhaltsverzeichnis

aus der Sicht der Medizinmeteorologie/ Biometeorologie

 

Wer eine gesundheitliche Belastung durch den Mobilfunk abstreitet, muß gleichfalls die Existenz der Wetterfühligkeit leugnen !

aus der Sicht der Medizinmeteorologie/ Biometeorologie

Dipl. Met. Walter Sönning

 

Der Beitrag aus der Medizinmeteorologie zur Diskussion der gesundheitlichen Risiken der Mobilfunks stützt sich auf ein umfangreiches statistisches Material über die Beeinflussung des Organismus von Mensch und Tier durch das tägliche Wetter. Die Frage nach den ursächlichen Faktoren blieb über lange Zeit offen. In privater Industrieforschung während der 70er und 80er Jahre konnte jedoch die biochemische Wirksamkeit (=Biotropie*) der natürlichen elektromagnetischen Impulsstrahlung der Atmosphäre (AIS) nachgewiesen werden. Hierbei zeigten sich besondere wetterabhängige Einzelimpulse (=Sferics) aus festliegenden Frequenzbändern zwischen ca. 2 und 60 kHz als die einzig möglichen Ursachenfaktoren für Diffusionszeitänderungen in der beim Kupfertiefdruck als biochemisches Membransystem verwendeten Dichromatgelatine. Ihre Wirkungsweise besteht darin, daß sie Resonanzschwingungen in den Eiweißmolekülen der Gelatinemembran anregen, so daß sich deren Porenweiten vorübergehend ändern. Der Nachweis der Meteorotropie*) der Gelatine-Substanz war gleichzeitig ein entscheidender Schritt in der Ursachenforschung für die allgemein bekannten Wetterfühligkeit. Außerdem kann er als ein zwingender und allgemeingültiger Indizienbeweis für die zunehmenden Gesundheitsrisiken des E-Smogs und vor allem der gepulsten technischen Strahlungsfelder gelten.

*) Biotropie = Fähigkeit physiologische / biochemische Reaktionen im Organismus auszulösen.

**) Meteorotropie = Reaktionen biologischer / biochemischer Systeme auf Wettereinflüsse.

   

Vom Einfluß des Wetters auf den Organismus.

Nichtalltägliche Wettereinflüsse (alltäglich sind z.B. Kälte, Nässe, Hitze) auf die Gesundheit von Mensch und Tier sind seit jeher bekannt, z.B. hat sie HIPPOKRATES (460 - 375 v. Chr.) schon vor 2400 Jahren in seiner Schrift „Über die ‘heilige’ Krankheit“ als mitverantwortlich für die Auslösung epileptischer Anfälle beschrieben. - Bei demoskopischen Umfragen bezeichnet sich heutzutage regelmäßig weit über die Hälfte der befragten Personen als wetterfühlig in individuell oft sehr unterschiedlicher Art. In der Medizinmeteorologie, die sich mit den Einflüssen des Wetters auf den gesunden und kranken Organismus von Mensch und Tier befaßt, unterscheidet man deshalb die folgenden drei Stufen in der Auswirkung dieser nichtalltäglichen (besser: nichttrivialen) Wettereinflüsse:

Die Wetterreaktion, der jeder Organismus unbewußt unterliegt, die aber in vorübergehenden Änderungen physiologischer oder physikochemischer Meßwerte, z.B. in der Reaktionszeit, bei Blutdruckschwankungen oder in Blutwerten u.a., nachweisbar ist.

Die allgemein bekannte Wetterfühligkeit im eigentlichen Sinn mit ihren von den Betroffenen deutlich wahrnehmbaren, aber vorübergehenden Beeinträchtigungen des Befindens, z.B. durch wetterabhängiges und vermehrtes Auftreten von Migräne, von Kopf- oder Narbenschmerzen der unterschiedlichsten Art, von Müdigkeit, von depressiven Verstimmungen, von Schlafstörungen oder einer Verlängerung der Reaktionszeit (mit entsprechenden Folgen für die Unfallzahlen !), der Infektanfälligkeit u.a.

Die Wetterempfindlichkeit, von der man etwa bei 1 bis 5% der wetterfühligen Personen sprechen kann. Sie ist mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen und Schmerzen von Krankheitswert verbunden, so daß z.B. die Betroffenen ihrer Tagesarbeit nicht nachgehen können. Die letzte Steigerung in der Wetterempfindlichkeit stellt unter bestimmten meteorologischen Voraussetztungen schließlich das erhöhte Risiko für die Auslösung akuter klinischer Notfälle dar, wobei lebensbedrohliche Ausmaße erreicht werden können, wie z.B. beim Herzinfarkt, Schlaganfall oder bei Thromboembolien.

Diese als Meteorotropie bezeichneten Reaktionen des Organismus auf kurzfristige und in unregelmäßigen Zeitabständen auftretende Wettereinflüsse überlagern den individuellen Gesundheitszustand mit Verstärkung oder Schwächung z.B. der körpereigenen Abwehr. Eine eigenständige, d.h. allein durch die atmosphärische Umwelt hervorgerufene Wetterkrankheit gibt es somit nicht. Außerdem spielen die durch den Tagesgang, die Witterung, die Jahreszeit und das Klima bedingten periodischen oder langfristigen Änderungen der Wetterelemente, wie z.B. der Lufttemperatur, der Sonnenstrahlung oder der Luftfeuchte für die Wirkung des Wetters im Organismus keine Rolle. Vergleichende Studien haben im Laufe des 20. Jahrhunderts vor allem im deutschsprachigen Raum ein umfangreiches statistisch gesichertes Material von sehr vielen und vielfältigen positiven Zusammenhängen zwischen einer Vielzahl der meteorotropen Reaktionen und charakteristischen, nach meteorologischen Gesichtspunkten klassifizierten Wettervorgängen nachweisen können. Diese Biotropie des Wetters, d.h. seine Fähigkeit, eine besondere und sehr differenzierte biologische Wirksamkeit zu entfalten, war über lange Zeit das zentrale Thema der Medizinmeteorologie.

In mehreren Tausenden von Einzeluntersuchungen - sowohl in der Human- wie in der Tiermedizin - zeigte sich z.B. immer wieder eine Doppelgipfligkeit der meteorotropen Reaktionen in dem Sinne, daß an der Vorderseite von Tiefdruckgebieten bei Zufuhr stabil geschichteter Warmluft subtropischen Ursprung vor allem entzündliche Prozesse und hypotone Reaktionsformen des Kreislaufs, u.v.a. verstärkt auftreten, während im Bereich der labil geschichteten Kaltluft an der Tiefrückseite spastisch-hypertone Reaktionsformen, wie z.B. Steinkoliken oder Angina Pectoris-Anfälle, u.v.a. deutlich vermehrt sind. Besonders eindringlich zeigt sich diese Doppelgipfligkeit des Wettereinflusses in den landesweiten Statistiken der täglichen Sterbeziffern, aus denen eindeutig eine Erhöhung der Sterberate während biotrop stark belastenden Wetterlagen um bis zu 15% hervorgeht. - 

Hier sei aber auch besonders darauf hingewiesen, daß diese wetterbedingte biotrope Zusatzbelastung für den Organismus keinesfalls eine ausschlaggebende Todesursache sein kann, ggf. aber ein vorzeitig auslösendes Moment darstellt, das bei bereits vorliegender organischer oder regulatorischer Schwäche schließlich den letzten Anstoß z.B. zu akutem Kreislaufversagen gibt.

 

Die Ergebnisse der „klassischen“ Medizinmeteorologie.

Den einzelnen Wettervorgängen mit jeweils unterschiedlicher biotroper Wirksamkeit stehen grundsätzlich individuell unterschiedliche, nicht selten sogar gegensätzliche meteorotrope Reaktionsmuster bei Mensch und Tier gegenüber, wie sich immer wieder aus den vergleichenden Untersuchungen dieser „klassischen“ Medizinmeteorologie ergeben hat und ergibt. Die große Anzahl dieser an vielen Orten Mitteleuropas und immer wieder unabhängig voneinander durchgeführten Einzeluntersuchungen kann zusammengefaßt jedoch mit gutem Recht als ein äußerst umfangreicher Feldversuch im Doppelblindverfahren gewertet werden, der zu einer facettenreichen und in hohem Maße abgesicherten Phänomenologie der Wetterbiotropie geführt hat. Dieses in sich geschlossene Bild eines vielfältigen nichtalltäglichen (besser: nichttrivialen) Wettereinflusses auf Mensch und Tier fand in der medizinischen und meteorologischen Fachwelt immerhin soweit eine allgemeine Anerkennung, daß auf ihm beruhend seit ca. 15 Jahren in den öffentlichen Medien der tägliche „Biowetterbericht“ erscheint oder über Telefon die aktuellen „medizinmeteorologischen Informationen“ abgefragt werden können. - Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß die Angaben zu Art und Stärke der Biotropie des aktuellen Tageswetters grundsätzlich nur Wahrscheinlichkeits- oder Trendaussagen für eine erhöhte oder verminderte Häufigkeit der meteorotropen Symptomatik in großen Personengruppen zulassen. Sie haben deshalb keine unmittelbare Gültigkeit für den individuellen Einzelfall.

Bei einer ggf. in der Diskussion der Gesundheitsgefahren durch den Mobilfunk geforderten gesundheitlichen Risikoabschätzung der biotropen nichttrivialen Wetterfaktoren käme deren Zeitverhalten jedenfall eine ausschlaggebende Bedeutung zu, worauf in diesem Zusammenhang besonders hingewiesen sei: Wetterlagen mit starker Biotropie, die verbreitet Symptome von Wetterfühligkeit oder -empfindlichkeit auslösen können, treten nur kurzfristig und außerdem in unregelmäßigen Zeitabständen von Wochen oder Monaten auf.

Evolutionär bedingt kann deshalb aus der von unserer atmosphärischen Umwelt vorgegebenen Wetterbiotropie - über längere Zeit gesehen - keine so ernsthafte gesundheitliche Belastung erwachsen, daß in der großen Bandbreite der individuellen gesundheitlichen Normzustände etwa rein wetterbedingte Dauerschäden zu erwarten wären - sonst hätte vermutlich die Menschheit die letzten 2 Millionen Jahre ja auch nicht überlebt !

Kurz zusammengefaßt lassen sich die Befunde der „klassischen“ (vergleichenden) Medizinmeteorologie des 20. Jahrhunderts folgend charakterisieren:

Es konnte ein in sich geschlossenes und weitgehend abgesichertes Bild eines Wettereinflusses auf den gesunden und erkrankten Organismus von Mensch und Tier ausgearbeitet werden. Den einzelnen, nach ihrer atmosphärischen Dynamik zu unterscheidenden Wettervorgängen sind dabei unterschiedliche biotrope Wirkungscharakteristiken zuzuschreiben.

Dieser Wetterbiotropie stehen auf der biologischen Seite vielfältige und individuell geprägte meteorotrope Reaktionsmuster des Organismus in unterschiedlichen Stärkegraden gegenüber. Art und Stärke der meteorotropen Reaktion hängen vom aktuellen Gesundheitsstatus des Organismus ab. Im Normalfall verlaufen die meteorotropen Reaktionen unbewußt oder sie führen nur vorübergehend zu leichteren Beeinträchtigungen des Befindens (=„Wetterfühligkeit) ohne Krankheitswert und ohne Folgeerscheinungen.

Eine eigenständige Wetterkrankheit gibt es nicht. Bei entsprechend starker Vorbelastung der Gesundheit kann der biotrope Wettereinfluß allerdings durch die Auslösung von akuten Zuständen im Verlauf eines anderweitigen Erkrankungsprozesses aber dramatische Ausmaße, z.B. bei Infarkten, Koliken oder Embolien, erreichen.

Auch der geringste nichttriviale Wettereinfluß stellt für den Organismus einen vorübergehenden Reiz dar, den er regulativ kompensieren muß. Diese evolutionär bedingte natürliche Belastung kann jedoch auf der gesamten Bandbreite des gesundheitlichen Normalzustandes ohne wesentliche Beeinträchtigung des Befindens immer wieder ausgeglichen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen „trainieren“ Wetterreize die vegetative Regulation des Organismus und wirken in diesem Sinne sogar gesundheitlich positiv.

 

Die Suche nach dem wirksamen Wetterfaktor: die Sferics.

Bei allen medizinmeteorologiscchen Untersuchungen blieb die Frage sowohl nach dem eigentlich wirkenden Wetterfaktor als auch nach dem kausalen Wirkungsgefüge im physiologisch-organischen Geschehen lange Zeit unbeantwortet. Schon vor etwa 80 Jahren gerieten allerdings die damals aus der Entwicklung der Rundfunktechnik bereits in vielen Einzelheiten bekannten Sferics, d.h. die natürliche el. magn. Impulsstrahlung der Atmosphäre (AIS, Frequenzbereich ca. 2 bis 60 kHz) bei den Biometeorologen und Ärzten in den Verdacht, dieser spezielle biotrope Wetterfaktor zu sein. Es entstanden eine Reihe von Arbeitshypothesen über seine Wirkungsweise im Organismus, wobei z.B. die Nervenfasern als Antennensystem für die „Längstwellenstrahlung“ der Atmosphäre in Betracht gezogen wurden. Gegenüber den trivialen Wetterfaktoren wie Luftdruck, Temperatur oder Feuchtigkeit boten die Sferics den großen Vorteil, als unmittelbar auf das Nervensystem, d.h. neurotrop wirkender und gleichzeitig wetterabhängiger el.magn. Umweltfaktor viele ungklärte Fragen zu beantworten. -

    

Die Sferics als biochemisch wirksame Wetterfaktoren.

Neue Aktualität erhielten diese Überlegungen während der 70er Jahre in der graphischen Industrie, wo durch die Einführung des Vierfarben-Rotationsdrucks die schon seit jeher bekannten wetterabhängigen Störungen bei der Kupfer-Tiefenätzung zu teilweise nicht mehr tragbaren wirtschaftlichen Verlusten durch Farbfehldrucke führten. Im Rahmen industrieller Forschung eines graphischen Betriebes in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität in München konnten diese Störungen mit dem wetterabhängigen Auftreten der AIS in festliegenden Frequenzbändern bei 4, 6, 8, 10, 12, 28 und ca. 50 kHz (mit Bandbreiten um ±500 Hz) in Zusammehang gebracht werden. Biochemische und molekularbiologische Arbeitshypothesen erlaubten es schließlich, Permeabilitätsänderungen der bei der Kupferätzung als biochemisch wirksame Membrane eingesetzten hochstandardisierten Dichromat-Gelatine als die Quelle der Fehldrucke nachzuweisen (s. Literaturliste!).

Diese Meteorotropie der Gelatine zeigte sich in einer von der Norm abweichenden Diffusionszeit für das Ätzmittel Eisen-3-Chlorid, das im Tauchbad durch die den Druckzylindern aufliegenden dünnen Gelatinefolien hindurchdiffundieren mußte, um in deren Kupferoberfläche eine exakt zu steuernde Tiefenätzung hervorzurufen. Die biophysikalische Erklärung für die spontan und wetterabhängig auftretenden Änderungen der Diffusionszeiten liegt in den temporär veränderlichen Porenweiten der Membrane, die nur durch Resonanzen in den Eiweißmolekülen der Dichromatgelatine mit resonanzfähigen Einzelimpulsen der AIS geeigneter Frequenz und Folgefrequenz hervorgerufen werden können. In längerfristigen Untersuchungen erwiesen sich z.B. die Frequenzen bei 4, 8 und 10 kHz als porenverengend und die Frequenzen um 28 kHz als porenerweiternd wirksam. Damit war die AIS als biochemisch wirksam, d.h. als der entscheidende nichttriviale biotrope Wetterfaktor identifiziert.

Zum besseren Verständnis: Diese natürliche Strahlung aus der atmosphärischen Umwelt äußert sich in Einzelimpulsen, den Sferics oder Atmospherics, deren Formen gedämpften Schwingungen mit wenigen stark abfallenden Amplituden allerdings nur ähnlich sind. Sie entstehen aus unsichtbaren Ausgleichsentladungen zwischen elektrisch positiven und negativen „Raumladungswolken“ in der Wetterschicht der Atmosphäre. Sie sind nicht mit den Signalen sichtbarer Blitze zu verwechseln!. Über Fourieranalysen können einem Teil dieser Impulsformen Frequenzen zugeordnet werden, wobei sich in einzelnen Abschnitten innerhalb des o.g. Frequenzbereichs zwischen ca. 2 und 60 kHz Häufungsstellen dieser Frequenzen bilden, so daß sich eine Art ‘Bandenspektrum’ ergibt. Die Anzahl der Impulse/Sekunde (= Impulsrate, bis über 100 Hz) ist abhängig von der thermo- und strömungsdynamisch bedingten Stärke des Wettervorganges und gilt als Maß für die Strahlungsintensität.

Die oft erheblichen Ausschußquoten beim Farbdruck bis zu 30% konnten in der Folge durch die gezielte Korrektur der Diffusionzeiten für das Ätzmittel im Tauchbad entsprechend der aktuell registrierten Sfericsstrahlung langfristig auf unter 3% abgesenkt werden. Als wesentlich für die Meteorotropie der Dichromat-Gelatine haben sich vor allem die Impulsfolgefrequenzen (ca. 0.1 bis 100 Hz) in den einzelnen Frequenzbändern erwiesen, deren Variationen gleichfalls bestimmte wetterabhängige Muster zeigen. Da nun aber Diffusionsprozesse grundlegend im organisch-biologischen Bereich sind, z.B. beim Stoffaustausch durch Zellwände oder bei der Reizübertragung an Nervenenden (Synapsen), muß davon ausgegangen werden, daß die Biotropie der AIS nicht nur technisch hochstandardisierte biochemische Funktionseinheiten eines industriellen Prozesses, sondern gleichermaßen alle biologischen Funtionssysteme eines lebenden Organismus erfaßt, wo Diffusionsvorgänge zur „Prozessteuerung“ des Lebens beitragen. 5 Bestätigt und weitergeführt wurden diese Arbeiten am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried b. München in zahlreichen Untersuchungen an medizinisch-klinischen und biologischen Kollektiven. In jüngster Zeit gelang es außerdem einer Arbeitsgruppe an der Justus-Liebig-Universität in Gießen nachzuweisen, daß die Bestrahlung von Probandengruppen mit simulierten, d.h. der natürlichen AIS nachgebildeten 10 kHz-Sfericsformen bei Impulsfolgefrequenzen zwischen 7 und 20 Hz, die alpha- und beta-Aktivität des Gehirns im EEG zu beeinflussen vermag. Die Sferics als Wettersignale. Vergleiche längerer Registrierreihen der AIS in den o.g. sieben festliegenden Frequenzbändern mit dem gleichzeitigen, nach medizinmeteorologischen Kriterien klassifizierten stündlichen Wetterablauf ergaben weit überzufällige und enge frequenzspezifische Zusammenhänge mit charakteristischen Bewegungsvorgängen der atmosphärischen Dynamik, die wir als das tägliche Wetter erleben. Im einzelnen zeigten sich z.B. folgende enge Zusammenhänge zwischen den Frequenzen bzw. ihren Kombinationen und Wettervorgängen: -- 10 kHZ und horizontaler Luftsrömung unter überwiegend stabiler Schichtung, -- 28 kHz und hochreichender Vertikalturbulenz bei labiler Schichtung, -- 8 + 10 KHz und Zufuhr von wärmerer Luft, -- 10 + 12 kHz und Zufuhr von kälterer Luft, u.a. Sfericssignale von sichtbaren Blitzen erwiesen sich wegen ihrer nicht resonanzfähigen Formen als biochemisch unwirksam und wurden, da sie allein zur Blitzzählung geeignet sind, bereits in der Empfangsanlage ausgeblendet. Diese Ergebnisse erlaubten es, nahezu das gesamte von der Medizinmeteorologie in der o.g. Phänomenologie der Wetterbiotropie zusammengetragene Material über den Wettereinfluß auf den Organismus von Mensch und Tier zwanglos mit dem Auftreten dieser Wetterfrequenzen in einen engen und sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Dieser Zusammenhang zeigt sich darin, daß die o.g. Doppelgipfligkeit der meteorotropen Reaktionen im antagonistischen biotropen Verhalten der beiden Sfericsfrequenzbänder von 10 und 28 kHz ihre Entsprechung findet. Damit hat sich nicht nur das historische medizinmeteorologische Konzept eines nicht-trivialen biotropen Wetterfaktors als richtig erwiesen, umgekehrt fand auch der Nachweis der biochemischen/biologischen Wirksamkeit spezieller Komponenten der AIS vor dem Hintergrund der gesamten Medizinmeteorologie eine „klassische“ Bestätigung. In der Zusammenfassung schließen sich deshalb die Befunde zur biotropen Wirksamkeit der AIS zu einer nahezu lückenlosen Beweiskette, die außerdem besagt, daß besondere Frequenzmuster der AIS über Resonanzerscheinungen in molekularen Eiweißstrukturen eine biotrope Wirksamkeit in biochemischen/biologischen Funktionssystemen aller Größenordnungen entfalten können und damit ohne wesentliche Energieübertragung, d.h. nichtthermisch, eine Beeinflussung der vegetativen Regulation des Organismus mit entsprechenden, u.U. auch nachhaltigen, gesundheitlichen Folgen möglich ist, daß diese besonderen Frequenzmuster der AIS in einem weit überzufälligen Zusammenhang mit charakteristischen Bewegungsvorgängen der atmosphärischen Thermohydro-dynamik stehen, die wir schlicht als unser tägliches Wetter einschließlich seiner begleitenden Wetterfühligkeitssyndrome erleben, daß eine Aufklärung der kausalen Wirkungszusammenhänge in der Meteortropie der mediznischen Syndrome in allen Einzelheiten wohl nur über einen engen interdisziplinären Forschungsverbund auf den Gebieten der Biophysik, Molekularbiologie, Biochemie, Elektrobiologie bis hin zu den Fachbereichen der atmosphärischen Umweltforschung, wie atmosphärische Dynamik, Luftelektrizität, Magnetohydrodynamik, Turbulenz- und Chaostheorie, etc., etc. zu erreichen sein dürfte... Gesundheitgefährdung durch den Mobilfunk. Nach allen bisherigen Beobachtungen gleichen sich die biotropen Auswirkungen der natürlichen AIS und des technisch erzeugten E-Smogs bzw. des Mobilfunks auf den Organismus, d.h. die Wetterfühligkeit und die Elektrosensibilität auffällig in ihrer jeweils unspezifischen und individuell sehr unterschiedlichen Symptomatik: Allein diese Beobachtung liefert ein nicht unerhebliches Argument, daß Mobilfunkfrequenzen auch auf nichtthermischer Basis, z.B. über eine Störung neurovegetativer Steuerungsprozesse wirken und nicht etwa nur lokal auf dem Weg einer thermischen Energieübertragung. Daraus folgt außerdem zwingend: Wer eine biologische Wirkung des E-Smogs (Mobilfunks) ausschließt, muß auch die Wetterfühligkeit für ein Hirngespinst halten und einen Großteil der Menschheit für verrückt erklären ! Da sich die Mobilfunkfrequenzen, vor allem diejenigen der geplanten UMTS-Technologie, in ihrer Frequenzcharakteristik in unkontrollierter und ungeprüfter Weise immer mehr der biochemisch/biologisch wirksamen natürlichen atmosphärischen Impulsstrahlung annähern, muß insbesonders den neuen technischen Strahlungsfeldern des Mobilfunks von vorneherein auch eine nicht absehbare biologische Wirksamkeit unterstellt werden. Außerdem wirken sie andauernd und im Endausbau der Telekommunikationsnetze auch flächendeckend auf die gesamte Umwelt ein. Es ist somit abzusehen, daß in wenigen Jahren die gesamte Bevölkerung Bayerns, der Bundesrepublik und aller übrigen betroffenen Länder in zeitlicher wie in räumlicher Hinsicht einer gesundheitlich äußerst risikoreichen Dauerbelastung durch technische E-Felder ausgesetzt sein wird, die das bisher bereits erreichte Maß noch erheblich übersteigt. Während der Organismus innerhalb der Bandbreiten seiner regulativen Möglichkeiten im gesundheitlichen Normalfall die ggf. störenden Einflüsse der natürlichen E-Felder weitgehend ausgleichen kann, so daß eine Wetterfühligkeit bzw. -empfindlichkeit erst bei einer aus anderen Gründen verursachten gesundheitlichen Vor- oder Zusatzbelastung auftritt, muß - wie bei der künstlichen Radioaktivität - davon ausgegangen werden, daß die Belastung des Organismus durch den Mobilfunk sowie durch den E-Smog bei der Dosis Null beginnt! Die Überlagerung der räumlich und zeitlich lückenlos einwirkenden technischen E-Felder mit der nur zeitweise und kurzfristig auftretenden biotropen AIS birgt zudem die bislang noch kaum diskutierte Gefahr von synergistischen Effekten mit einer noch nicht abschätzbaren Verstärkung des Gesundheitsrisikos z.B. durch epidemisch auftretende neue Erkrankungsbilder in der Gesamtbevölkerung einschließlich der gesamten Tier- und Pflanzenwelt. 

 

Angesichts dieser Zusammenhänge einschließlich ihrer Begleitumstände kann die Forderung der Medizinmeteorologie nur lauten: In Umkehr der Beweislast muß vor dem weiteren Ausbau des gegenwärtigen und auch geplanten Mobilfunks dessen unbedingte und nachhaltige biologische Verträglichkeit auf unabhängiger und wissenschaftlich einwandfreier Basis nachgewiesen sein. Aus dieser nach den Menschenrechtskonventionen, dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art.2 Abs.2 und der Verfassung Bayerns rechtlich begründeten Forderung nach wenigstens vorsorgender Handlungspflicht der staatlichen Stellen folgt aber im Falle speziell des Mobilfunks die Verpflichtung der Ordnungspolitik, ein sofortiges*) Moratorium sowohl im weiteren Ausbau, wie auch in der bereits bestehenden Anwendung des mit hohem Gesundheitsrisiko belasteten Mobilfunks zu erlassen ! *) im buchstäblichen Sinne zu verstehen! Die gebetsmühlenartigen Hinweise der politisch/kommerziell interessierten Kreise auf die noch „unbewiesene“ Gesundheitsgefährdung oder.auf die international gültigen und um viele Größenordnungen vor Jahrzehnten zu hoch angesetzen „Grenzwerte“ entbehren schon längst der Tatsachengrundlagen, wie aus der internationalen umfangreichen Fachliteratur der letzten 10 Jahre hervorgeht. Eine Politik, die sich hinter diesen untauglichen Argumenten verschanzt, räumt dem Profit der Konzerne eine höhere Priorität ein als der Gesundheit der Bevölkerung! Weitere Informationen und Literatur beim Verfasser ! Dipl. Met. Walter Sönning, Ichoring 8, 82057 Icking, T. 08178 / 5842 Nov. 2001

 

 

Fachliteratur (Auswahl).

 



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