Copyright © by Dipl. Met. Walter Sönning,
Online auf der e-smog.ch seit der 16.02.2001
![]()
1) Wettereinflüsse nichttrivialer Art (trivial: z.B. Kälte, Nässe, Hitze) auf die Gesundheit von Mensch und Tier sind seit jeher bekannt, z.B. von Hippokrates schon vor 2400 Jahren wissenschaftlich im heutigen Sinne beschrieben (u.a. die Auslösung epileptischer Anfälle durch Wetterfronten. Heute unterscheiden wir zwischen der Wetterreaktion, der jedes Lebewesen unterliegt, der Wetterfühligkeit und der Wetterempfindlichkeit mit Beschwerden von Krankheitswert, sowie der Auslösung akuter - auch lebensbedrohlicher - Ereignisse, wie Infarkten, Koliken, Schlaganfällen etc. durch spezifische Wettereinwirkungen).
2) Im Laufe des gesamten 20. Jahrhunderts ist vor allem im deutschsprachigen Raum aus tausenden von Einzeluntersuchungen von der Medizinmeteorologie ein umfangreiches wissenschaftliches Material zusammengetragen worden, das auf statistisch gesicherter Basis eine differenzierte Phänomenologie der Wettereinflüsse auf den gesunden und/oder erkrankten Organismus darstellt. Man spricht dabei von der Biotropie des Wetters, d.h. der Fähigkeit bestimmter Wettervorgänge, organische Reaktionen auszulösen oder von der Meteorotropie des Organismus, d.h. seiner wetterabhängigen Reaktionen.
3) Schon bald nach ihrer Entdeckung zu Beginn des 20. Jahrhunderts (anläßlich der Entwicklung der Radiotechnik) geriet die natürliche Atmosphärische Impuls-Strahlung (AIS) in den dringenden Verdacht, ein wesentlicher und wichtiger Faktor dieser Wetterbiotropie zu sein. Schon seit den 20er Jahren sind aus dem Fre-quenzspektrum (VLF-Bereich, ca. 2 bis 100 kHz) der Sferics (= Einzelimpulse der AIS mit mit wenigen, stark abfallenden Amplituden charakteristischer Schwingungsform) bevorzugte Abschnitte (z.B. bei 10 oder 28 kHz) bekannt, die jeweils bestimmten Wetterbereichen, wie Kalt- oder Warmfronten, Schauergebieten, u.a. eindeutig zugeordnet werden konnten (z.B. Lugeon / Schweiz, Bureau / Frankreich, Watson Watt / England).
4) Mit Hilfe moderner Mikroelektronik und besonderer Empfangstechnik konnte H.Baumer im Rahmen der Industrieforschung (BRUCKMANN, München) und in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (Prof. Eichmeier) in den 70er Jahren wetterabhängige Muster bestimmter Sfericsformen in festliegenden Frequenzbändern dieser AIS nachweisen und diese auf der Grundlage biochemischer/biophysikalischer Arbeitshypothesen in einen eindeutigen und reproduzierbaren Zusammenhang mit meteorotropen Permeabilitätsänderungen von Fotogelatinefolien bringen, wobei außerdem bestimmte Muster von Impulsfolgefrequenzen (bis ca. 100 Hz) eine wichtige Rolle spielen. Zusammen mit weiteren Forschungsarbeiten am Max-Planck-Institut für Biochemie (Prof. Ruhenstroth-Bauer) war damit ein erster wesentlicher Schritt in der Ursachenforschung für die Meteorotropie biologischer Systeme gelungen.
5) Vergleiche von Registrierungen der AIS mit dem gleichzeitigen, nach verschiedenen meteorologischen Kriterien klassifizierten Tageswetter erbrachten insgesamt nahezu eindeutige Zusammenhänge zwischen bestimmten Frequenzmustern der AIS und charakteristischen Wettervorgängen.
6) Damit war der von der Medizinmeteorologie lange gesuchte besondere biotrope Wetterfaktor über eine gut gesicherte Indizienkette eingekreist und es konnte die in 2) genannte Phänomenologie der Wetterbiotropie in einen sinnvollen Zusammenhang mit der AIS gestellt werden. Außerdem ergab sich ein erfolgversprechender Ansatz für die weitere, interdisziplinär zu organisierende Kausalitätsforschung der Meteorotropie des Organismus von Mensch und Tier z.B. unter Einbeziehung der Biochemie, Molekularbiologie, Biophysik u.a.
7) Da sich die technischen Mobilfunkfrequenzen, vor allem die zu erwartenden flächendeckenden UMTS-Frequenzfelder in ihrer Charakteristik offenbar immer mehr den natürlichen - Meteorotropien verursachenden - AIS-Frequenzmustern annähern, muß diesen gepulsten technischen Strahlungsfeldern neuer Art unbedingt in ähnlicher Weise auch eine biologische Wirksamkeit, aber neuer Qualität unterstellt werden, solange jedenfalls, bis das Gegenteil zweifelsfrei bewiesen ist! Die Belastung des Organismus beginnt auch hier jedenfalls mit der Dosis Null, genauso, wie bei der radioaktiven Strahlung !
8) Nach allen bisherigen Beobachtungen gleichen sich die Auswirkungen der AIS und der technischen Strahlungsfelder des Elektrosmog bzw. Mobilfunks auf den Organismus auffällig in ihrer unspezifischen und individuell geprägten medizinischen Symptomatik - auch ein Hinweis darauf, daß ihre biotrope Qualität mehr in einer Art Informationsvermittlung bzw. -störung bezüglich neuronaler Steuerungssysteme liegt und nicht etwa in thermischen Wirkungen!
9) Äußerst beunruhigend ist schließlich auch die mögliche Prognose, daß durch die Überlagerung der wetterabhängigen - und deshalb in ihren biotropen Komponenten nur temporär auftretenden AIS mit den künftig im wesentlichen flächendeckend und andauernd einwirkenden Mobilfunkfrequenzen biotrope Synergismen zu erwarten sind, deren Folge aber dann epidemisch auftretende Erkrankungsbilder neuer Art sein können!
10) Die Gründe für das bisher noch weitgehende Fehlen von
kausalbezogenen, d.h. quantitativ darstellbaren Zusammenhängen in dem komplexen
Geschehen der Meteorotropie des Organismus liegen weniger im Fehlen von
Forschungskonzepten als vielmehr in immer wieder unternommenen lobbyistischen
Einflußnahmen mit Zielvorgaben, die sich von kommerziellen Interessen bis zur
militärischen Geheimniskrämerei erstrecken. Die dafür bekannten Methoden
sind z.B. das Totschweigen unliebsamer Ergebnisse, die Verweigerung von
Forschungsgeldern durch Einsatz gedungener Gutachter bis hin zur Diffamierung
oder Eliminierung widerspenstiger, d.h. nicht korrumpierbarer Persönlichkeiten.
![]()
Zurück zur Wetter-Seite