WLAN Router

Es ist schon lange kein Luxus mehr kabellos im Internet zu surfen. WLAN-Router werden beim Abschluss eines Internetvertrages kostenfrei und großzügig verteilt. Selbst hochwertige Geräte mit vielen interessanten Sonderfunktionen kosten nur noch überschaubare Summen.

WLAN-Router: Funktionsweise
Ein WLAN-Router, ausgeschrieben steht WLAN für Wireless Local Area Network - Kabelloses lokales Netzwerk, erweitert das bereits seit vielen Jahren etablierte kabelgebundene Netzwerk um eine Funkstrecke. Dabei dient der WLAN-Router als zentrale Einheit, hier treffen die zu verteilenden Informationen ein und werden per Kabel oder Funk an die angeschlossenen Rechner verteilt.
Der WLAN-Router empfängt entweder durch ein im Gerät integriertes oder extern angebundenes Modem Internetdaten vom Internetprovider. Diese werden dann an alle per Kabel oder Funk angeschlossenen Rechner und Endgeräte verteilt. Ob der Computer nun per WLAN oder per Kabel mit dem Router verbunden ist, ist dabei unerheblich. Der Router übernimmt zudem die Einwahl in das Netz des Internetanbieters und kümmert sich um grundlegende Sicherheitsstandards im Netzwerk. Die WLAN-Verbindung sollte dabei verschlüsselt eingerichtet sein, da sonst jeder PC innerhalb der Reichweite des heimischen Funknetzes nicht nur auf die Internetverbindung sondern unter Umständen auch auf freigegebene Daten auf den angeschlossenen Computern zugreifen kann. Für die Verschlüsselung stehen dabei die Methoden WEP und WPA sowie WPA2 zur Verfügung. WEP sollte nicht mehr eingesetzt werden, da diese Verschlüsselung mittlerweile als sehr unsicher gilt und einfach umgangen werden kann. WPA2 bietet ausreichend Sicherheit vor den meisten Angriffen.

Geschwindigkeiten: B, G oder N?
Informatiker rechnen nicht nur gerne mit Buchstaben sondern nutzen diese auch für Standarisierungen ein. Der Funkstandard IEEE802.11 wurde so um die Buchstaben B, G und N erweitert. Diese Buchstaben stehen vereinfacht ausgedrückt für die Geschwindigkeit der Funkverbindung. IEEE802.11b arbeitet dabei im Frequenzbereich 2,4 GHz und überträgt maximal 11 Megabit pro Sekunde. Da es sich dabei um einen Bruttowert handelt, erreichen den PC von diesen 11 MBit/sek. nur wenige Megabits netto. Gut 50% können vom Bruttowert abgezogen werden - bei guter Verbindung und ohne störende Wände zwischen den Geräten. Bei steigender Reichweite und anderen Störfaktoren sind auch deutlich geringere Werte möglich. Für moderne DSL-Verbindungen reicht der B-Standard daher mittlerweile nicht mehr aus, von umfangreichen Datentransfers von PC zum Notebook ganz zu schweigen.
Besser sieht es da mit IEEE802.11g auf. Hier liegt die Bruttorate bei 54 Megabit pro Sekunde, netto erreichen diese Router bei guter Verbindung immer noch knapp 20-25 Megabit pro Sekunde. Mehr Spielraum bietet allerdings der moderne Standard IEEE802.11n. Hier sind bis zu 300 Megabit pro Sekunde möglich. Realistisch sind allerdings trotzdem nur maximal 150 Megabit pro Sekunde netto. Der N-Standard teilt sich zudem in Verianten mit 150 MBit/sek. und 300 MBit/sek. (brutto) auf, je nach Anzahl der im Gerät verbauten Antennen.

Funkstrahlen - gefährlich oder harmlos?
Immer wieder wird vor den Gefahren durch Funkwellen gewarnt. Bei entsprechender Intensität ist die bei gängigen WLAN-Routern genutzte Wellenlänge von 2,4 GHz tatsächlich gefährlich - immerhin erhitzen Mikrowellengeräte mit intensiver Strahlung auf dieser Wellenlänge Nahrung das zeigen Wlan Router Test. Allerdings werden bei Mikrowellengeräten sehr hohe Energiemengen benötigt, 600 Watt und mehr. Ein WLAN-Router hingegen arbeitet mit überschaubaren Energiemengen im Milliwattbereich. Selbst DECT-Funktelefone strahlen deutlich stärker als ein WLAN-Router - und im Gegensatz zum Router halten sich die meisten Leute das Telefon direkt ans Ohr. Die bei WLAN-Routern eingesetzte Funkstrahlung ist in ihrer Intensität tatsächlich ungefährlich und kann problemlos im ganzen Haus eingesetzt werden, zu diesem Schluss sind nicht zuletzt auch zahlreiche wissenschaftliche Studien gekommen.