Elektroautos - umweltfreundlich?
Wie bei allen neuen Errungenschaften liegt in der Entwicklung der Neuerungen, zu denen auch die Elektroautos zählen, der Fokus zunächst einmal auf einem zentralen Thema. Im Fall der Elektroautos darauf, dass der schädliche CO2 Ausstoß durch die Verbrennung von Kraftstoffen eingedämmt bzw. völlig eliminiert werden soll. Das gelingt den Herstellern in dem Bereich, in dem ein Elektroauto in seiner Reichweite fährt. Darüber hinaus wird Kraftstoff nötig, es sei denn die Technik des Fahrzeugs nutzt weitere alternative Energien.
Das Thema Strom ist nicht neutral zu bewerten, denn nur der Strom aus erneuerbaren Energien wird die Idee, schadstofffrei und umweltschonend zu fahren, wirklich in die Tat umsetzen können. Dennoch bleibt am Ende der Ökobilanz mit den neuen Fahrzeugen, die mit elektrischer Energie fahren, das Ergebnis nicht besonders besser als es bei den herkömmlichen Modellen zu verzeichnen ist. Jedenfalls zum derzeitigen Entwicklungsstand.
Je nach Herstellung des Stroms ist es sogar gefährlicher, da mehr Atommüll anfallen kann. Insofern ist die Entwicklung nicht nur eine technologische Frage, sondern auch eine politische Interessensfrage. Selbst wenn, wie im Test in der Großstadt Berlin, in der das Unternehmen Daimler in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger RWE neuerdings Smarts auf die Straßen schickt, die weder Kohlendioxid noch Stickoxid aus ihrem Auspuff blasen, ist bei näherer Betrachtung der Stromerzeugung das Elektroauto nur bis zur Ampel angenehm. Zur grünen Stromerzeugung dieses Versuchs, das Elektroauto auf die Straßen zu bringen, wird dennoch jede Menge Schmutz für die Umwelt verursacht. Allerdings nicht vom Fahrzeug selbst, sondern von den Stromlieferanten.
Je Kilowattstunde, die ein Fahrzeug an Strom verbraucht, werden 750 Gramm des gefährlichen CO2 ausgestoßen und zusätzlich wird Atommüll erzeugt, der bei einer einzigen Kilowattstunde in Gramm bemessen bei 0,0007 strahlenden Müll liegt. Die Daimlerfahrzeuge sollen im Bestfall 12 Kilowatt je Stunde verbrauchen, was dann je Kilometer berechnet 90 Gramm des umweltschädigenden CO2 ergibt. Diese Werte liegen bei den verschiedenen Fahrzeugmodellen in unterschiedlichen Berechnungswerten und erst der Alltagstest wird die wirkliche CO2 Menge zum Vorschein bringen, die Elektroautos durch ihren Verbrauch an Strom wirklich erzeugen.
In denjenigen Fällen, in denen ein Führerschein Besitzer mit seinem Elektrofahrzeug eine weitere Reichweite erzielen will, verschlechtern sich diese Werte aufs herkömmliche Maß der Schadstoffausstöße. Darüberhinaus werden alle Zusatzkomfortfunktionen, die der heutige Fahrzeugführer gewöhnt ist, schlechtere Werte erzeugen. Jede Klimaanlage, jede Heizung und jedes weitere Extra verbraucht mehr Energie, die im Hintergrund mehr Schadstoffe produziert.
Dies ist auch der Grund dafür, dass die verschiedenen Organisationen die sich mit Umweltschutz beschäftigen, nicht jedem Fahrer das Elektroauto beim derzeitigen Stand empfehlen würden. Im kontroversen Betrachten des Themas werden von Umweltschützer Seite viel eher Lösungen gewünscht, die mit der herkömmlichen Technologie ohne Weiteres erhebliche Entlastungen der Umwelt erzielen könnten.
Andere betrachten neben dem Thema der Umweltbelastung, das auch die Batterien mit sich bringen, das Thema Elektrosmog, das sich durch einen breiten Einsatz von Elektroautos weiterhin ausbreiten würde, ebenfalls skeptisch. Nicht nur die Elektroautos selbst sind Quellen elektromagnetischer Felder, sondern auch die vermehrten Zapfsäulen würden solche elektrische Impulse in die Umwelt senden. In der Regel jedoch wird dieses Thema ebenso wie der generelle Einfluss von Elektrosmog auf Organismen wie den menschlichen Körper verworfen. Solange noch nicht allgemeinhin anerkannt wird, dass vermehrte Sendemasten und Funkstationen Elektrosmog verursachen, solange wird das Thema Elektrosmog durch Elektroautos sicher noch kein Thema sein, das zum derzeitigen Entwicklungsstand Beachtung finden kann.
Neben dem Elektroauto wird aus den Gründen mangelnder Reichweite und vermehrter Umweltverschmutzung durch die Stromerzeugung vor allem als Alternative über die Hybridtechnologie in Solarfahrzeugen nachgedacht. In diesem Fall würde die notwendige Energie über Solarzellen erzeugt, die auf dem Dach der Fahrzeuge integriert sind.